Schnarchen gehört zu den schlafbezogenen Atemwegstörungen

Der erholsame, ungestörte Schlaf ist eines der kostbarsten Dinge, die wir zu Lebzeiten benötigen.
Leider gibt es in der heutigen Zeit eine Vielzahl von Faktoren, die diese so wichtige Regenerationsquelle stören. Dazu zählen neben einer Vielzahl von Umwelteinflüssen (Verkehrslärm, Elektrosmog etc.) auch eine steigende Zahl von sogenannten schlafbezogenen Atemstörungen. Man unterscheidet bei diesen Atemstörungen zwischen dem sogenannten Primären Schnarchen und dem Obstruktiven Schlafapnoe-Syndrom.

Betroffen sind vom gelegentlichen Primären Schnarchen über 50 % der Bevölkerung, deutlich höhere Zahlen beobachtet man bei Männern und mit zunehmendem Lebensalter.
Aber auch das Schlafapnoe-Syndrom ist als eine Volkskrankheit zu werten, hier steigen die Zahlen ebenfalls, im Augenblick geht man bundesweit von etwa 4 Millionen Betroffenen aus.
Weitere Risikofaktoren neben Geschlecht und Alter sind Übergewicht, Alkoholkonsum und Schlaf- bzw. Beruhigungsmittelkonsum. Einen wichtigen Einfluss haben anatomische Gegebenheiten wie z.B. Engstellen in der Nase oder im Bereich des Schlundes.
Beim Primären Schnarchen kommt es nicht zu Atemaussetzern, diese Form des Schnarchens ist zwar lästig und eventuell beziehungsgefährdend, bringt aber keine ernsthaften gesundheitlichen Risiken mit sich.
Beim Schlafapnoe-Syndrom hingegen kommt es zu einem Kollaps des Schlundes. Es entstehen Apnoen, also Atempausen, die viele Sekunden dauern können und zu einem gefährlichen Absinken des Sauerstoff-Gehaltes im Blut und zu einer Zerstörung der Schlafstruktur führen.
Dadurch steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um das Sechsfache, das Risiko, einen Schlaganfall zu erleiden, um das Dreifache.
Es stehen eine Vielzahl von operativen Maßnahmen zur Verfügung, so kann z.B. der Gaumen gestrafft, das Zäpfchen gekürzt, eine krumme Nasenscheidewand begradigt oder ein verdickter Zungengrund verkleinert werden. Hierfür stehen Ihnen in meiner Praxis minimal-invasive, hochmodernste Verfahren wie z.B. das Radiofrequenz-Verfahren und natürlich Mikroskope und Endoskope zur Verfügung.

Die operative Therapie muss beim Schlafapnoe-Syndrom besonders sorgfältig abgewogen werden, denn hier ist die Therapie der Wahl eine sogenannte CPAP-Maske, eine Atemmaske, die durch kontinuierlichen Überdruck dafür sorgt, dass kein Kollaps des Schlundes entstehen kann. Diese Masken haben sich in den letzten Jahren kontinuierlich verbessert, so dass mittlerweile ein sehr guter Tragekomfort gewährleistet werden kann.
Ein unerkanntes oder unbehandeltes Schlafapnoe-Syndrom erhöht Ihr Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich.
Die gute Nachricht ist allerdings, dass im Falle einer Therapie dieses Risiko vollkommen reversibel ist, Sie von einer steigenden Lebensqualität und einem reduzierten Gesundheitsrisiko profitieren.